Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des SkF-Ortsvereins Garmisch-Partenkirchen am 26. Juni 2026 wurde Karin Landherr mit dem SkF-Kristall ausgezeichnet. Alma Thoma verlieh ihr die Ehrung in ihrer Funktion als Stellvertreterin des SkF-Rats auf Bundesebene für 35 Jahre ehrenamtliches Engagement im Vorstand und als Vorstandsvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Garmisch-Partenkirchen.
Christliche Werte als Motivation
Als Karin Landherr vor 35 Jahren gefragt wurde, ob sie ein Vorstandsamt beim SkF übernehmen möchte, musste sie nicht lange überlegen. Ihre vier eigenen Kinder waren damals noch lange nicht aus dem Gröbsten heraus. Trotzdem sagte sie zu. Ausschlaggebend war für sie die Vereinssatzung. Die christlichen Werte, auf denen die Arbeit des SkF basiert, entsprachen ihrer eigenen Überzeugung und tun es bis heute.
Menschen ohne Vorurteile zu begegnen, nicht zuerst nach Schuld zu fragen und jedem Menschen mit Achtung und Respekt zu begegnen, unabhängig von Herkunft, Sprache, Hautfarbe oder persönlicher Lebensgeschichte. Diese Haltung war und ist ihr Antrieb. Genau diese christlichen Werte prägen die Arbeit des SkF Garmisch-Partenkirchen seit vielen Jahrzehnten und wurden durch Karin Landherr auf besondere Weise mit Leben gefüllt.
Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenslagen
Karin Landherr hat diese Werte nicht nur vertreten, sondern über Jahrzehnte hinweg gelebt. Besonders am Herzen lagen ihr das Mutter-Kind-Haus, die heutige Eltern-Kind-Einrichtung des SkF, die Katholische Schwangerschaftsberatung sowie in den Anfangsjahren die Jugendgerichtshilfe.
Sie übernahm Nachtdienste, war in Notfällen zur Stelle und setzte sich mit großer Beharrlichkeit für die Anliegen von Hilfesuchenden ein. Wo Unterstützung benötigt wurde, engagierte sie sich weit über das übliche Maß hinaus. Wenn es erforderlich war, kämpfte sie auch bei Behörden mit "Ellenbogen" für die Rechte und Bedürfnisse der Menschen, die auf Hilfe angewiesen waren.
Dabei beschränkte sich ihr Einsatz nicht auf Sitzungen und Vorstandsarbeit. Karin Landherr packte auch ganz praktisch mit an. So nähte sie gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern die Vorhänge für die neue Eltern-Kind-Einrichtung. Dieses Beispiel steht stellvertretend für die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Energie in den Dienst anderer stellte.
„Eine starke Truppe“
Karin Landherr selbst macht jedoch deutlich, dass es ihr nie um Anerkennung oder Eitelkeiten gegangen sei. So viel Kraft und Zeit sie in ihre ehrenamtliche Arbeit investiert habe, so viel habe sie auch zurückbekommen. Und sie betont, sie hätte all das nie allein geschafft. Sie spricht bis heute von einer „starken Truppe“, deren Zugpferd sie sein durfte.
Ein herzliches "Vergelt's Gott"
Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, ihrer Menschlichkeit und ihrem festen inneren Kompass ist Karin Landherr ein beeindruckendes Vorbild, das den SkF in Garmisch-Partenkirchen über viele Jahre hinweg mitgeprägt. Sie steht für eine Haltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und die christlichen Werte des Vereins mit Leben füllt.
Der SkF Garmisch-Partenkirchen sagt deshalb von Herzen: Vergelt's Gott, liebe Karin Landherr! Vielen Dank für die unzähligen Stunden, die große Energie und die tiefe Menschlichkeit, die Sie über Jahrzehnte in den Dienst von Menschen in schwierigen Lebenssituationen gestellt haben. Ihr Wirken hat Spuren hinterlassen, im Verein, in unseren Einrichtungen und vor allem in den Leben vieler Menschen, denen Sie begegnet sind.






