Diskriminierung ist ein gesellschaftliches Thema, das Menschen in ganz Deutschland betrifft, auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Um Erfahrungen mit Diskriminierung sichtbar zu machen und wissenschaftlich fundierte Daten zu gewinnen, führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) seit dem 12. November 2025 die bisher größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. Die Teilnahme ist anonym und noch bis zum 28. Februar 2026 möglich.
Der Sozialdienst katholischer Frauen Garmisch-Partenkirchen e.V. möchte auf diese wichtige Befragung aufmerksam machen und dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen davon erfahren, denn nur mit breiter Beteiligung entsteht ein realistisches Bild von Diskriminierung in Deutschland.
Warum die Umfrage wichtig ist
Viele Diskriminierungserfahrungen bleiben bisher undokumentiert. Die ADS möchte mit der Umfrage:
- Diskriminierung sichtbar machen, indem Betroffene ihre Erlebnisse teilen.
- Verlässliche Daten gewinnen, um politische und gesellschaftliche Maßnahmen zu verbessern.
- Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt stellen, um gezielter handeln zu können.
Die Ergebnisse der Befragung sollen 2027 veröffentlicht werden.
Wer teilnehmen kann
Teilnehmen können alle Menschen ab 14 Jahren, die jemals Diskriminierung erlebt haben, unabhängig davon, ob dies im Landkreis Garmisch-Partenkirchen oder anderswo passiert ist. Die Umfrage erfasst u.a. Erfahrungen aufgrund von
- Geschlecht
- Hautfarbe / rassistischen Zuschreibungen
- sexueller Orientierung
- Sprache
- Alter
- sozialer Herkunft
- Religion / Weltanschauung
- Aussehen
- Behinderung oder chroischer Krankheit
- Herkunft
Die ADS betont: Diskriminierung kann jeden Menschen treffen.
Wie die Teilnahme funktioniert
Die Teilnahme ist niedrigschwellig, freiwillig und anonym:
- Online über www.diskriminierung-umfrage.de
- oder per kostenlosem Papierfragebogen, erhältlich auf Deutsch und in einfacher Sprache.
- Der Fragebogen ist in zahlreichen Sprachen verfügbar, darunter Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Ukrainisch sowie in Gebärdensprache.
Die Bearbeitung dauert etwa 30 Minuten.
Jetzt an der bundesweiten Umfrage teilnehmen: www.diskriminierung-umfrage.de





